Ballhaus Naunynstraße
Keith Zenga King

Keith Zenga King

Keith Zenga King lebt als Schwarze*r ugandische gender-non-conforming Schriftsteller*in, Performancekünstler*in, Theatermacher*in und politische*r Aktivist*in in München. Bevor Keith Zenga King ins europäische Exil floh, setzte sie*er sich für die Rechte von queeren und Trans*-Menschen in Uganda ein. Sie*er gründete das Kollektiv Queer, ein Künstler*innenkollektiv zur Schaffung von Räumen für queere Künstler*innen in Ostafrika, damit diese ihre Werke lokal und international bekannt machen können. Mit dem Queer-Kollektiv schuf sie*er ein multimediales Forschungs- und Dokumentationsprojekt zur Aufzeichnung des Lebens queerer und Trans*-Menschen in Uganda, um eine bisher unsichtbare Community zu stärken und zu bestätigen und gleichzeitig die Aussage, Queersein sei unafrikanisch, in Frage zu stellen. Aus dem Queer-Kollektiv ist inzwischen die Initiative Anti Mass geworden, die eine Reihe von wandernden, rebellischen Kunst- und Musikveranstaltungen in Kampala durchführt. Anti Mass beansprucht Räume für queere Menschen, Femmes und andere Minderheiten und erforscht neue Potenziale für Sound und künstlerischen Ausdruck in einem zunehmend reaktionären sozialen Klima. Seit der Flucht ins Exil erforscht Keith Zenga King mit ihrer*seiner Arbeit das Erschaffen neuer Texturen und Verkörperungen an den Schnittstellen, an denen sich intersektionelle Identitäten befinden. Durch Poesie, Live-Performance und Mixed Media will er*sie die Geschichten der afrikanischen/ migrantischen/ geflüchteten /queeren und Trans*-Communities ausgraben und erweitern. Sie*er wurde mit ihrer*seiner Arbeit bereits von Institutionen und Veranstaltungsorten überall in Europa eingeladen, u.a. vom Norwegischen Fellesrådet for Afrika (Norwegischer Afrika-Rat) in Oslo, der Heinrich Böll Stiftung, dem Bayerischen Landtag München, von TENT und WORM in Rotterdam, dem Maxim Gorki Theater, dem Hebbel am Ufer, dem Museum Brandhorst, der Bayerischen Staatsoper, der Berlin School of Economics and Law, der London School of Economics and Political Science, dem Schwulen Museum, dem Münchner Literaturhaus, den Münchner Kammerspielen und dem Williams College Museum of Art, Massachusetts.